Fahrräder, egal für welche Art von Radsport, gibt es heutzutage in einer riesigen Preisspanne. Grundsätzlich wurde früher gesagt, ein gutes Fahrrad kostet mindestens einen halben Monatslohn. Das bezog sich natürlich auf den Durchschnittslohn eines Arbeiters und ein ganz normales Herren- oder Damenrad für den Gebrauch auf der Straße, wobei sich durchaus auch Parallelen zu heutigen Hightech-Fahrrädern und dem Gehalt gutbezahlter Manager ziehen ließen. Je nach Ausstattung können Preise für Fahrräder sehr stark variieren, sodass derartige Faustformeln nicht mehr allgemeingültig sind. Eins ist jedoch immer gleich geblieben. Eine gewisse, gute Qualität hat ihren Preis und somit auch ein gutes Fahrrad.

Grundsätzlich gelten drei wichtige Regeln beim Kauf eines neuen Fahrrades:

1. Es sollte über alle gängigen Prüf- und Gütesiegel verfügen (EU und national),

2. Bremsen, Reifen, ggfs. Schaltung und Licht sollten von namhaften Herstellern sein,

3. es sollte ein Markenrad sein, das am besten schon getestet wurde.

Wem das neue Wunschfahrrad zu teuer ist, dem sei dringend empfohlen, auf ein Modell des Vorjahres oder ein gebrauchtes Rad zurückzugreifen, dass von einem autorisierten Fachhändler geprüft und überholt wurde. Der Kauf eines No-Name-Rades von einem Billig-Discounter oder Supermarkt kann ein wahres Abenteuer werden. Immer wieder hört und liest man von plötzlich brechenden Lenker- oder Sattelstangen, die, gerade bei höheren Geschwindigkeiten, zu ganz erheblichen Verletzungen, bis hin zu tödlichen Unfällen führen können.

Neben dem Kauf sei noch ein weiterer, sehr wichtiger Aspekt erwähnt – das Outfit des Bikers. Festes, sicheres Schuhwerk, angemessene Kleidung (ggfs. mit Knie oder Ellbogenschutz) und ein guter Helm gehören ebenfalls zur minimalen Grundausstattung. Auch ein unbequemer Sattel und eine ungewohnte, eher ungemütliche Sitzposition können dem angehenden Radsportler den Spaß schon verderben, bevor er beginnt.

Fahrräder sind Gebrauchsgegenstände, die Verschleiß und kontinuierlicher Verschmutzung unterliegen. Damit Fahrer, Rad und Radfahren eine tiefe und langfristige Freundschaft entwickeln können, braucht es ebenfalls genug Zeit für Pflege und Wartung.

Egal in welchem Bereich des Radsports, zu viel sparen kann am Ende sehr teuer werden.