Immer schneller und immer weiter, Kilometer machen und immer neue Strecken erobern: Einmal im Jahr zieht die „Tour de France“ selbst Nicht-Radsportler in den Bann ihres Geschehens. Mit atemberaubender Geschwindigkeit rasen die Könige des Radsports über Berg und Tal, durch Frankreich und Nachbarländer. Über 3.350 km in 21 Etappen sind es im Jahr 2018. Alte Sieger und Namenslegenden wie Jan Ullrich, Lance Armstrong oder Bernard Hinault und Eddy Merckx – wirklich jeder kennt diese großen Namen des Radrennsports. Und es ist in der Tat ein atemberaubendes, abenteuerliches Gefühl, mit 40 oder 50 km/h über den Asphalt zu rasen – bergab natürlich noch viel schneller.

Bis zur „Tour de France“, dem „Giro d´Italia“ oder der „Vuelta de España“ ist es natürlich ein sehr weiter Weg und braucht es sehr viel hartes Training, aber das gleiche Flair gibt es auch in weniger spektakulären Rennen in der eigenen Region. Wer sich dem Radrennsport auf der Straße widmen möchte, braucht sich also ganz bestimmt weniger Sorgen zu machen, wo er den nächsten Wettbewerb findet, als viel mehr, wie er ihn gewinnt.

Wem es auf der Straße zu langweilig ist, der kann sich auch ins Gelände, auf die Pisten des „Mountain-Bikings“ begeben, das auch als Freizeitsport ein tolles Erlebnis sein kann. Auch in dieser Disziplin gibt es Weltmeisterschaften und es geht kreuz und quer durchs Gelände, die Botanik und das Gebirge. Das „UCI Mountain Bike World Championship“ findet beispielsweise jedes Jahr an einem anderen Ort statt, genauso wie der „Mountain Bike Marathon“.

Über eins sollte sich allerdings jeder Biker im Klaren sein, bevor er sich dem Amateur- oder Profi-Radsport verschreibt: Radrennsport ist ein Sport für Einzelkämpfer, auch wenn man Teil eines Teams oder Mannschaft ist. Radrennfahrer sind Individualisten, genau wie Marathonläufer oder Schwimmer. Es sind Sportler, die ständig am eigenen Limit versuchen, das Letzte aus sich herrauszuholen, gegen die Zeit, oder das eigene gesteckte Ziel. Nicht umsonst ist Radfahren wohl auch eine der drei Disziplinen des berühmten „Ironman“, zwischen Schwimmen und Marathon.