Lässt der angehende Biker mal spezielle Fahrräder für Rennsport, Gelände, Artistik oder andere Drahtesel außen vor, kommt er sehr schnell zum klassischen Allround-Bike, das entweder stadt- oder ausflugtauglich sein sollte, vor allem aber auch auf den Wegen des Alltags seine zuverlässigen Dienste leisten muss.

Abgesehen von der richtigen Rahmengröße, die sich üblicherweise aus ein paar Körperdaten berechnen lässt, kommt es beim Radfahren, insbesondere auf längeren Strecken, auf drei ganz wesentliche Aspekte an:

1. Die Sitzposition bzw. -haltung,

2. einen guten, bequemen Sattel,

3. die häufig gefahrenen Strecken.

Wer auf seinem Rad ständig zur Schule, Uni oder Arbeit fährt, will sicherlich nicht schon mit Rückenschmerzen oder gebückt gehend dort ankommen. Die richtige Lenkerform und -breite, der Abstand des Lenkers zum Sattel sowie die Griffhöhe sind die wichtigsten Einstellungen, die für eine individuell angenehme Sitzposition verantwortlich sind. Die Sattelhöhe ergibt sich aus der Länge des Innenbeins und hat eher weniger mit der Sitzposition zu tun, sehr wohl aber die Höhendifferenz zwischen Sattel und Lenkkopf. Auch wenn es aufwendig klingt, es lohnt sich auf die Anpassung der Sitzsposition größten Wert zu legen.

Beim Radfahren selbst gibt es wohl nichts Schlimmeres, als dass einem der Hintern so richtig schön weh tut, am besten 25 Kilometer weg von zu Hause. Gute Sättel sind nicht billig, aber jeder Mensch weiß, wie wichtig gute Bürostühle auf der Arbeit oder am heimischen Schreibtisch sind. Wie bei der Sitzposition oder dem Rad selbst, gibt es nicht die einzig wahre, allgemeingültige Lösung, zumal jedes Gesäß bekanntlich sehr verschieden ist. Man sollte sich unbedingt die nötige Zeit nehmen, den richtigen Sattel zu finden, auch wenn es etwas länger dauert oder ein wenig mehr kostet.

Das Bike gehört zu seiner Wegstrecke wie die Kleidung zum Wetter. Vergessen Sie Vorlieben! Ein Rad muss für den Weg, auf dem es genutzt wird, hundertprozentig tauglich sein. Dünne Reifen auf Waldwegen sind ebenso unsinnig wie dicke Stollenreifen auf spiegelglatt asphaltierten Landstraßen. Beim Radfahren stehen Sinn und Zweck deutlich über dem Aussehen.