Die leichtesten Fahrräder der Welt

Es ist nahezu unglaublich, aber die leichtesten Fahrräder wiegen bereits seit Jahren unter oder um die fünf Kilogramm, also nur noch so viel wie ein Beutel Kartoffeln aus dem Supermarkt. Moderne, immer leichtere und festere Materielien, die gleiche oder sogar bessere Zähigkeit und Elastizität bieten wie Metalle, haben die Fahrradtechnik komplett revolutioniert. Wurde früher noch vom Stahlross gesprochen, hieß es danach Drahtesel, später Alu-Rad und heute dominiert der Werkstoff Karbon die Konstruktion aller High-Tech-Räder, die man gut und gerne als „Federgewichte“ bezeichnen könnte.

Der Rahmen

Der Fahrradrahmen, der alles trägt und zusammenhält, ist bei diesen Rädern kaum noch relevant. Fast alle Hersteller, die sich am Wettbewerb um das leichteste Fahr- bzw. Rennrad beteiligt haben liefern heute Rahmen unterhalb der 700-Gramm-Grenze, also vielleicht so etwa das Gewicht einer Halbliterflasche Bier.

Die Räder

Die schwersten Bauteile dieser Lightweight-Bikes sind mit Abstand die beiden Räder, so dass ein Hinterrad mit Antriebszahnrad und Reifen durchaus schwerer als der Fahrradrahmen sein kann.

Und das Zubehör?

Wenn es um die leichtesten Räder der Welt geht ist es selbstredend, dass sich sogenanntes Zubehör nur auf das Nötigste beschränkt, sofern man dabei überhaupt noch von Zubehör reden kann, denn selbst auf die Gangschaltung wird gern verzichtet.

Wenn der Preis stimmt

„Der Preis ist heiß“ hieß eine beliebte RTL-Show in den 90er Jahren, jeder andere Kommentar wäre wohl eher unpassend, geht es um die Preise der Leichträder. Bei 4.000 bis 5.000 Euro fängt der Spaß üblicherweise an, bei Top-Modellen der Hersteller Canyon, Trek, Cannondale, Fuji oder Bianchi geht es gern auch schon mal in den Bereich von 10.000 bis 15.000 Euro. Einen absoluten Meilenstein, in jeder Hinsicht, dürfte das „PG Bugatti Bike“ darstellen. Es besteht zu 95 Prozent aus Karbon, sieht absolut genial aus, hat aber den stolzen Preis von 35.000 Euro, aber dafür sollen 800 bis 1.200 Stunden reine Handarbeit in jedem dieser „Bugattis“ stecken. Nun gut, die Autos von Bugatti sind ja schließlich auch nicht für jedermanns Portemonnaie.